My intern story • 25. Juni 2019

Ich bin Mirja und seit August letzten Jahres Auszubildende bei der Neumann Gruppe. Hier erzähle ich euch, wie meine Mitazubis (einen davon seht ihr auf dem Bild) und ich bei unseren Ländervorträgen die Ausbildung mal ganz anders erleben.

Leckeres Frühstück, duftendes Essen, Geschirrgeklapper und das allmittägliche Fachsimpeln: So sieht es in unserer CoffeeLounge an der Coffee Plaza eigentlich aus. Die letzten Wochen hat sich das kurzzeitig geändert. Tische, Stühle, Salzstreuer und Pfeffermühlen wurden ersetzt durch eine große Leinwand, einen ebenso großen Beamer, ein Rednerpult und Stühle für ganz schön viele Menschen. Und warum?

Einmal im Jahr wird die CoffeeLounge zur „Bühne“ für uns: Immer im Frühling findet eine Vortragsreihe von Auszubildenden statt. Alle Azubis der Hamburger Gruppenfirmen, also die der Neumann Gruppe GmbH und die der NKG Kala Hamburg GmbH, sind hierbei gefragt. In Teams haben wir in diesem Jahr jeweils einen Vortrag über ein Land vorbereitet, in dem der Kaffee und besonders der Kaffeeanbau eine große Rolle spielen. Die Ländervorträge geben uns die Chance, einmal auf der anderen Seite der Ausbildung zu stehen. Für eine knappe Stunde sind wir dann diejenigen, die ihr neu gewonnenes Wissen an alle interessierten Hamburger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weitergeben. Geschäftsführung (natürlich) inklusive. Die Vortragsreihe ist dabei – unabhängig vom Thema – vor allem als Übung für uns Azubis konzipiert. Das Gehen, Stehen und Sprechen vor Publikum will schließlich gelernt sein.

In diesem Jahr wurden, gemessen am Exportvolumen, die drei wichtigsten Kaffeeursprungsländer der Welt vorgestellt: Brasilien, Vietnam und Kolumbien. Um an Informationen zu kommen, haben wir Azubis nicht nur einfach „Kaffee in Vietnam“ in Googles altbewährte Suchmaske eingegeben und aufs Beste gehofft. Dank des großen Firmennetzwerks mit hilfsbereiten Kollegen und Kolleginnen weltweit und den Experten und Expertinnen in unseren Hamburger Büros fallen die Recherchen wesentlich interaktiver und die erlangten und präsentierten Informationen wesentlich authentischer aus. In unserer Vorbereitungszeit arbeiten wir Relevantes und Interessantes zum Land allgemein, zur Wirtschaft und zum besonderem Schwerpunkt Kaffee heraus. Es geht um Anbauregionen, Aufbereitungsarten und Qualitäten, Export und Konsum vor Ort. Natürlich dürfen auch Infos zur NKG im jeweiligen Land nicht fehlen. Mit unseren fast 50 Firmen weltweit sind wir natürlich auch in diesen drei zentralen Kaffeeländern vertreten: Welche Firmen sitzen dort? Was ist ihr Kerngeschäft? Gerade für diesen Teil war die Informationsbeschaffung im Ursprung und bei Mitarbeitenden, die aus Hamburg den intensivsten Kontakt mit den Gruppenfirmen haben, unabdinglich.

Die Ländervorträge waren herausfordernd – besonders, weil sie quasi ausschließlich vor Kaffee-Fachpublikum gehalten wurden. Dennoch hat es mir großen Spaß gemacht, tief in die Materie einzutauchen, die Informationen aufzubereiten, einfach einmal auf der anderen Seite des Rednerpults zu stehen und mich im Präsentieren zu üben. Im Rahmen der Vorträge gibt es immer auch eine Jury, die uns Feedback zur Präsentation gibt. Mit diesem Input und dem Mehr an Erfahrung im Gepäck können wir Azubis im nächsten Jahr dann hoffentlich eine noch bessere Performance hinlegen und weitere spannende Themen vorstellen – mit neuen Azubis an Bord, mit denen wir unsere Erfahrungen aus den diesjährigen Vorträgen teilen können.