Pressemitteilung   •   10. Dezember 2019

Die vorwettbewerbliche Initiative International Coffee Partners (ICP), zu deren Gründungsmitgliedern die Neumann Gruppe zählt, weitet die Projektarbeit auf Äthiopien aus. Das Projekt „Kaffeeallianzen für Äthiopien“ (CAFE) wird von der Austrian Development Agency (ADA), der operativen Einheit der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, kofinanziert und wird die wirtschaftliche Situation und das Wohlergehen kleinbäuerlicher Kaffeebauernfamilien in der Äthiopischen Region Amhara verbessern. Bis August 2023 sollen 2.500 Kleinbauernfamilien erreicht werden.

„ICP ist seit 2005 im benachbarten Uganda und seit 2010 in Tansania aktiv und bringt eine breite Palette von Erfahrungen und Erkenntnissen nach Äthiopien“, sagt Kathrine Löfberg, Vorsitzende von ICP. Das Projekt unterstützt den Aufbau effizienter, integrativer Bauernorganisationen, die Verbesserung der landwirtschaftlichen Systeme und ihre Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel, die Ernährungssicherheit und die Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter. „Die Kaffeeproduktion ist für die Haushalte eine wichtige Einnahmequelle“, sagt Kathrine Löfberg. „In Bezug auf die Produktivität wollen wir diese bis August 2023 um durchschnittlich 40% pro Hektar im Vergleich zum Ausgangswert steigern.“ Das Projekt wird von der unabhängigen gemeinnützigen Hanns R. Neumann Stiftung (HRNS), dem langjährigen Partner bei der Durchführung von ICP-Projekten, durchgeführt. „Neben der Arbeit auf Haushaltsebene werden wir mit insgesamt 71 Farmer Field Schools (FFS) zusammenarbeiten“, sagt Desalegn Eyob, Country Manager von HRNS in Addis Abeba. „FFS-Sitzungen behandeln ungefähr 20 Themen, die vom saisonalen Erntekalender abhängen. Unsere Erfahrungen mit dem HRNS Gender Household Approach werden auch von der Schulung von Change Agent-Paaren genutzt, um gemeinsame Haushaltsentscheidungen in den Gemeinden zu fördern. “

„Unser oberstes Ziel ist die Bekämpfung der Armut auf globaler Ebene“, betont ADAs Geschäftsführer Martin Ledolter. „Die Partnerschaft mit International Coffee Partners und der Hanns R. Neumann Stiftung hilft uns, diesem Ziel in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens deutlich näher zu kommen. Schätzungsweise 15.000 Menschen werden dank effizienterer und klimaresistenter Anbaumethoden und dank der Einkommenssteigerung, die sie erzielen können, ein besseres Leben führen. Ich bin besonders dankbar, dass unsere Zusammenarbeit auch die Ungleichheit der Geschlechter angeht: Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Frauen und Männer den gleichen Zugang zu natürlichen Ressourcen haben. Und wir ermutigen insbesondere Frauen, Führungspositionen in Landwirtschaftsverbänden einzunehmen. “ Die Region Amhara wird vom CAFE-Projekt profitieren, indem aufgezeigt wird, wie die Kaffeeproduktion im Rahmen diversifizierter, nachhaltiger und rentabler Anbausysteme entwickelt werden kann. „Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und befasst sich mit Kaffee als Lebensgrundlage für Bauernfamilien“, sagt Michael Opitz, Geschäftsführer von HRNS.

Äthiopien ist der größte Kaffeeproduzent in Afrika. Ungefähr 2,2 Millionen Kleinbauernfamilien sind in der Kaffeeproduktion mit Kaffee als Hauptertragsquelle beschäftigt. Viele dieser Kleinbauern sind mit einer Reihe von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Problemen konfrontiert, die ihren Lebensunterhalt bedrohen und die Entwicklung der einzelnen Betriebe gefährden.
Mit der neuen Projektintervention baut ICP auf den Erfahrungen auf, die in der seit 2014 in der Region umgesetzten CAFE-Phase 1 gemacht wurden. Mitfinanziert von der Austrian Development Agency, der Löfberg Family Foundation, der Lavazza Foundation und der Hanns R. Neumann Stiftung (HRNS), erreichte sie 2.500 Kleinbauernfamilien, unterstützte 10 Bauernorganisationen und gründete eine Union.